Presse

07.05.2018
Hörschinger Fotograf bei Ausstellung in Linz

Der Hörschinger Fotograf Christian Biemann ist Teil der einzigartigen Ausstellung
„Menschenbilder OÖ 2018“, welche emotionale und ausdrucksstarke Portraits von
oberösterreichischen Fotografen auf sogenannten „Beton-Bild-Bänken“ zeigt. Zu
sehen sind die Objekte noch bis 29. Mai im Volksgarten Linz, im Anschluss in Ried
im Innkreis, in Bad Hall und in Bad Leonfelden.
Von Aristoteles stammt die Aussage, die Natur schaffe immer von dem, was
möglich sei, das Beste. Von der Trefflichkeit dieser Behauptung ist Christian
Biemann überzeugt. Als passionierter Reise- und Landschaftsfotograf stellt er sich
der Herausforderung, die Wesenszüge von Ländern und Leuten aus einem
eigenen Blickwinkel festzuhalten und einem breiteren Publikum zugänglich zu
machen.
Christian Biemanns erster Bildungsweg führte ihn in die Technik. Später
entfachten Reisen in ferne Länder seine Leidenschaft zur Fotografie und ebneten
den Weg für sein zweites berufliches Standbein als Fotograf und Vortragender.
Auf Reisen nach Asien und in den Norden Europas erfuhr er auch bald, dass es
nicht das Beherrschen der Fototechnik ist, welches einfühlsame Aufnahmen
ermöglicht. Denn die Kamera soll nur das Werkzeug dafür sein. Vielmehr sind
Interesse an Land und Leuten, Zeit für sein Gegenüber und Neugierde und
Offenheit die entscheidenden Faktoren für Bilder, die in Erinnerung bleiben.
“Die Arbeit als Fotograf hat meinen Blick auf die Umgebung geschärft. Die
Fotografie ist für mich das Medium meiner Wahl, um Geschichten zu erzählen.
Mit meinen Aufnahmen möchte ich den Betrachter mit auf Reisen nehmen und
meine Begeisterung mit ihm teilen.“
Übrigens, Christian Biemann ist mit seinem Vortrag „NEULAND – 3 Monate in
Zentralasien“ auch Teil des Kulturabo Hörsching | Herbst 2018, am 15. November
zeigt er seinen Multivisionsvortrag im KUSZ Hörsching. Am besten gleich Karten
sichern!
Mehr Informationen unter www.biemann-photography.at.

 

https://www.meinbezirk.at/linz-land/leute/hoerschinger-fotograf-bei-ausstellung-in-linz-d2591771.html


Artikel Nachrichten Interview Naturtyp Georgien Reise und Vortrag

„Möge Segen über Sie kommen“

Mit Händen und Füßen und der Lautschrift des jeweiligen Landes, verständigt sich der Hörschinger Christian Biemann, wenn er auf einer seiner Reisen Menschen fotografieren will.
Von Andreas Kremsner

Respekt ist mir sehr wichtig“, sagt Biemann. „Ich würde nie jemanden fotografieren, der es mir vorher nicht erlaubt hat.“
Der HTL-Absolvent hat in der Schule Englisch und natürlich Deutsch gelernt. Was also tun, wenn er die Sprache eines Landes überhaupt nicht versteht? „Ich höre den Einheimischen zu und mache mir dann auf Zettel Notizen über die Lautschrift des Gesagten.“
„Mingalaba“, steht da zum Beispiel auf einem der Zettel, die er in Myanmar geschrieben hat. „Möge Segen über Sie kommen“, heißt diese Begrüßung auf Deutsch. Das gesprochene Wort ist in diesem Fall sogar ident mit dem geschriebenen; Segen kann man als Reise-Fotograf, der oft alleine verreist immer gebrauchen.

Auf dem Sprung

Der Hörschinger ist gerade auf dem Sprung, sich als Hochzeits- und Reise-Fotograf ein zweites Standbein aufzubauen. Den Gewerbeschein für Fotografie hat er vor einem Jahr gelöst, derzeit arbeitet Biemann hauptberuflich als Technischer Angestellter bei einem Unternehmen in Pasching.
Seine Leidenschaft zur Fotografie entdeckte er während seiner ersten Reise nach Süd-Ost-Asien, kurz nach der Matura. Wieder zu Hause kaufte er sich eine Fotoausrüstung; sein Abenteuer mit der Kamera begann. „Gemeinsam mit einem Freund bin ich damals durch die Heimat gehirscht und habe Landschaften fotografiert. Wir haben alle Informationen aufgesaugt, die wir kriegen konnten. Wie arbeiten die anderen, um gute Fotos zu machen? Mein Vorbild ist der amerikanische Fotograf Steve Mc Curry geworden.“

Seit dieser Zeit treibt Christian Biemann die Reisefotografie mindestens ein Mal im Jahr für mehrere Wochen ins Ausland, Asien hat es ihm besondere angetan und der Kaukasus.

Seine schärfste Kritikerin ist Freundin Vanessa. „Sie hat ein gutes Auge. Meist verbinde ich bestimmte Emotionen mit Bildern, die andere möglicherweise nicht erkennen. Und das sagt sie mir sofort.“
Oft ist Biemann aber auch allein auf Reisen, wie etwa in Myanmar: „Was mich dort besonders fasziniert, sind die Menschen. Sie sind so Herzensgut und gastfreundlich, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe.“

Silvester im Hochland

Der Hörschinger fliegt gerne vor den langen Wintermoaten in Österreich. Aber nicht in südliche Regionen, sondern meist in unwirtlichere. Silvester 2015 verbrachte er mit Freundin Vanessa im schottischen Hochland:
„Wir haben bei Minus fünf Grad im Zelt übernachtet. Wenn du da in der Früh das Zelt aufmachst, sieht du den Nebel, der in den Tälern liegt. Das bleibt in Erinnerung.“ Biemann ist Morgenmuffel: „Fotos von Sonnenaufgängen habe ich deutlich weniger als von Untergängen.“ Nach dem Aufwachen haben die Beiden auf der Rückbank des Autos gefrühstückt und sind weitergefahren.

Im vergangenen Herbst und Frühling war er in Georgien. „Da heißt es raus aus der Komfortzone, wenn du gute Fotos haben willst. Du musst den Leuten entgegenkommen.“ Vor der Reise hat er das georgische Alphabet (33 Buchstaben, Anm. der Redaktion) gelernt und dann mit Händen, Füßen und Worten Leute angesprochen: „Zum Teil haben die Einheimischen geglaubt, dass ich ihre Sprache fließend spreche. Aber, das hat sich meist schnell erledigt“, sagt er und lacht. Freundlich sind die Menschen, sagt er. Bei einer Reifenpanne im Nirgendwo wurde ihm sofort geholfen. Von der Reise hat er so viel zu erzählen, dass er einen Vortrag hält:

❚ ZUR PERSON
Name: Christian Biemann, 30 Jahre, wohnt in Hörsching; Freundin Vanessa
Beruf: Tech. Angestellter und Hochzeits-Fotograf
Berufung: neugieriger Reisefotograf
Internet: www.im-fokus.at

OÖ Nachrichten
Samstag, 3. September 2016


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